Kl. 11Kl. 12Kl. 13

Rechner für gebrochenrationale Funktionen

Gib eine gebrochenrationale Funktion ein – der Rechner bestimmt Definitionsbereich, Polstellen, hebbare Lücken, Nullstellen und alle Asymptoten. Jeder Schritt wird erklärt, gerechnet wird exakt mit Brüchen. Zum Schluss siehst Du den Graphen mit Asymptoten und Löchern.

Neu

Schreibweise: Zähler und Nenner in Klammern, z. B. (x^2 - 1)/(x - 2). Erlaubt sind auch Summen wie x + 1/x oder 2 - 3/(x + 1), Potenzen mit ^ und Dezimalzahlen mit Komma.

Ergebnis

Untersuchung von $f(x) = \frac{3}{x^{2} - 2x + 1}$:

Definitionsbereich\(\mathbb{D} = \mathbb{R} \setminus \left\{1\right\}\)
Polstellen\(x = 1\) (ohne VZW)
hebbare Lückenkeine
Nullstellenkeine
Asymptoten\(x = 1\) (senkrecht), \(y = 0\) (waagerecht)
Symmetriekeine
y-Achsenabschnitt\(f(0) = 3\)
Zum Rechenweg

Rechenweg

  1. Als einen Bruch schreiben

    Bringe den Term auf einen Hauptnenner und multipliziere Zähler und Nenner aus. Dann siehst Du die Grade von Zähler und Nenner:

    \[f(x) = \frac{3}{\left(x - 1\right)^{2}} = \frac{3}{x^{2} - 2x + 1}\]
  2. Definitionsbereich

    Durch 0 darf man nicht teilen. Setze den Nenner $N(x)$ gleich 0 – seine Nullstellen sind die Definitionslücken. Den quadratischen Rest löst Du mit der abc-Formel (Mitternachtsformel). Entscheidend ist die Diskriminante D = b² − 4ac.

    \[N(x) = 0 \quad\Leftrightarrow\quad x^{2} - 2x + 1 = 0\]
    \[x^{2} - 2x + 1 = 0: \quad D = \left(-2\right)^{2} - 4 \cdot 1 \cdot 1 = 0\]
    \[x_{1,2} = \frac{-\left(-2\right) \pm \sqrt{0}}{2 \cdot 1}\]
    \[x_0 = 1\ \text{(doppelt)}\]
    \[\mathbb{D} = \mathbb{R} \setminus \left\{1\right\}\]
  3. Faktorisieren und kürzen

    Zähler und Nenner haben keinen gemeinsamen Faktor – es gibt nichts zu kürzen. Damit ist jede Definitionslücke eine Polstelle.

  4. Polstelle oder hebbare Lücke?

    Setze jede Definitionslücke in den gekürzten Nenner ein. Ist er dort nicht 0, ist die Lücke hebbar: Der Graph hat nur ein Loch, den Grenzwert liefert der gekürzte Term. Ist er 0, liegt eine Polstelle mit senkrechter Asymptote vor. Kommt der Faktor gerade oft vor (doppelt, vierfach …), wechselt das Vorzeichen nicht.

    \[x = 1:\ \text{Polstelle ohne Vorzeichenwechsel}\ (2\text{-fache Nullstelle des Nenners})\]
    \[\qquad \lim_{x \to 1^{-}} f(x) = +\infty,\quad \lim_{x \to 1^{+}} f(x) = +\infty\]
  5. Nullstellen

    Ein Bruch ist 0, wenn sein Zähler 0 ist (und der Nenner nicht). Setze den Zähler $Z(x)$ gleich 0. Der (gekürzte) Zähler ist eine Zahl ungleich 0 – f hat keine Nullstellen.

    \[\text{keine Nullstellen}\]
  6. Verhalten im Unendlichen

    Der Zählergrad (0) ist kleiner als der Nennergrad (2). Der Nenner wächst schneller, also geht f(x) gegen 0. Die x-Achse ist waagerechte Asymptote.

    \[\lim_{x \to \pm\infty} f(x) = 0 \;\Rightarrow\; y = 0\]
  7. Symmetrie und y-Achsenabschnitt

    Setze −x ein: Kommt wieder f(x) heraus, ist der Graph achsensymmetrisch; kommt −f(x) heraus, punktsymmetrisch. Der Definitionsbereich muss dafür selbst symmetrisch sein.

    \[\text{keine Symmetrie zur y-Achse oder zum Ursprung}\]
    \[f(0) = 3 \;\Rightarrow\; S_y\left(0 \,\middle|\, 3\right)\]

Graph

−4−3−2−112345−55101520xy0f

Blau: Graph von f, rot gestrichelt: senkrechte Asymptoten, grau gestrichelt: waagerechte bzw. schiefe Asymptote, offene Kreise: hebbare Lücken.

Extrem- und Wendepunkte, Monotonie und Krümmung berechnet der Kurvendiskussion-Rechner für dieselbe Funktion.

Was der Rechner untersucht

  1. Definitionsbereich: Die Nullstellen des Nenners sind die Definitionslücken.
  2. Kürzen: Zähler und Nenner werden faktorisiert. Ein gemeinsamer Faktor wird gekürzt.
  3. Art der Lücken: Hebbare Lücke (nur ein Loch im Graphen) oder Polstelle (senkrechte Asymptote), mit oder ohne Vorzeichenwechsel – samt einseitiger Grenzwerte.
  4. Nullstellen: Der gekürzte Zähler wird 0 gesetzt; Stellen außerhalb des Definitionsbereichs fallen weg.
  5. Verhalten im Unendlichen: waagerechte Asymptote, schiefe Asymptote oder Näherungskurve über die Polynomdivision.
  6. Symmetrie und y-Achsenabschnitt.

Die Regeln dahinter mit vielen Beispielen erklärt die Seite Gebrochenrationale Funktionen. Ableitungen, Extrem- und Wendepunkte bestimmt der Kurvendiskussion-Rechner, einzelne Grenzwerte erklärt Grenzwerte und Stetigkeit.

Kontrolle mit dem Graphen

An einer Polstelle mit Vorzeichenwechsel springt der Graph von $-\infty$ nach $+\infty$ (oder umgekehrt). Ohne Vorzeichenwechsel laufen beide Äste in dieselbe Richtung – wie bei $\frac{1}{x^2}$. Eine hebbare Lücke siehst Du im Graphen nur als kleinen offenen Kreis.

Anzeige