Kl. 13

Fourier-Rechner

Gib eine Periode der Funktion ein – je Zeile ein Stück in der Form „Anfang bis Ende: Term in x“. Der Rechner bestimmt die Periode, die Koeffizienten $a_0$, $a_n$ und $b_n$ (exakt, wenn möglich als Formel in $n$), prüft sie numerisch und zeichnet die Funktion mit ihren Teilsummen.

Die Stücke müssen lückenlos aneinander anschließen; die Periode reicht vom ersten Anfang bis zum letzten Ende. Höchstens 4 Stücke.
Neu

Schreibweise: x^2, abs(x), sin(x), e^x, pi; Grenzen z. B. -pi, pi/2, 2pi oder Zahlen. Statt „bis“ geht auch „..“.

Ergebnis

Fourierreihe der ungeraden Funktion mit der Periode $T = 2\,\pi$ ($\omega = \frac{2\pi}{T} = 1$):

\[f(x) = x \text{ für } -\pi \le x < \pi\]
\[a_0 = 0,\quad a_n = 0,\quad b_n = -\frac{2\,\left(-1\right)^{n}}{n}\]
\[f(x) \sim \sum_{n=1}^{\infty} \left(-\frac{2\,\left(-1\right)^{n}}{n}\,\sin(n x)\right)\]
nanbnAmplitude √(an² + bn²)
1$0$$2$2
2$0$$-1$1
3$0$$\frac{2}{3}$0,6667
4$0$$-\frac{1}{2}$0,5
5$0$$\frac{2}{5}$0,4
6$0$$-\frac{1}{3}$0,3333
Zum Rechenweg

An den Sprungstellen konvergiert die Reihe gegen den Mittelwert aus linkem und rechtem Grenzwert ($x = -\pi$: Reihe $\to 0$). In der Nähe der Sprünge schwingen die Teilsummen um etwa 9 % der Sprunghöhe über (Gibbs-Phänomen).

Rechenweg

  1. Periode und Formeln

    Die Periode ist $T = 2\,\pi$, die Grundkreisfrequenz $\omega = 2\pi/T = 1$. Die Koeffizienten sind Integrale über eine Periode:

    \[a_n = \frac{2}{T}\int_{-\pi}^{\pi} f(x)\cos(n\omega x)\,\mathrm{d}x,\qquad b_n = \frac{2}{T}\int_{-\pi}^{\pi} f(x)\sin(n\omega x)\,\mathrm{d}x\]
  2. Symmetrie ausnutzen

    f ist ungerade ($f(-x) = -f(x)$). Dann ist $f(x)\cos(n\omega x)$ ungerade und alle $a_n = 0$ (auch $a_0$) – es bleibt eine reine Sinusreihe. Für die $b_n$ reicht die halbe Periode (doppelt gezählt).

  3. Koeffizienten berechnen

    Stückweise integrieren (bei Produkten mit $x$ oder $x^2$ partiell integrieren). Mit $\sin(n\pi) = 0$ und $\cos(n\pi) = (-1)^n$ für ganze $n$ vereinfacht sich das Ergebnis:

    \[a_0 = 0\quad\Rightarrow\quad \frac{a_0}{2} = 0\ \text{(Mittelwert von f)}\]
    \[b_n = -\frac{2\,\left(-1\right)^{n}}{n}\]
  4. Teilsumme bis n = 3

    Die ersten Glieder der Reihe:

    \[S_3(x) = 2\sin(1 x) + \left(-1\right)\sin(2 x) + \frac{2}{3}\sin(3 x)\]

Funktion und Teilsummen

-6-4-2246-3-2-1123f(x)S₁ (bis n = 1)S₃ (bis n = 3)S9 (bis n = 9)
Zwei Perioden von f (schwarz) mit den Teilsummen S₁, S₃ und S9. Mit mehr Gliedern schmiegt sich die Summe an f an.

Eingabe – so geht’s

FunktionEingabe
$f(x) = x$ für $-\pi \le x < \pi$-pi bis pi: x
$f = -1$ links, $f = 1$ rechts von 0-pi bis 0: -1
0 bis pi: 1
$f(x) = e^x$ auf $[0; 2\pi)$0 bis 2pi: e^x
Periode 1 mit $f(x) = x(1 - x)$0 bis 1: x*(1-x)

Tipp

Liegt die Periode symmetrisch um 0 (z. B. von $-\pi$ bis $\pi$), erkennt der Rechner gerade und ungerade Funktionen und sagt Dir, welche Koeffizienten wegfallen. Bei Sonderfällen wie $n = 1$ beim Einweggleichrichter (dort würde die allgemeine Formel durch 0 teilen) wird der Koeffizient gesondert berechnet.

Die Erklärung mit Rechteck-, Sägezahn- und Dreieckschwingung, dem Gibbs-Phänomen und Übungen findest Du unter Fourierreihen. Einzelne Integrale rechnet der Integralrechner; Funktionen zeichnet der Funktionsplotter.

Weiterlesen: Fourierreihe bei Wikipedia

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